city of noise

Sonic Environment & Klangforschung – eine chorische Bewegung mit mobilen Lautsprechern

RAD Performance CITY OF NOISE stellt Konzerte aus dem Feld der Elektronik und Experimentalmusik ins Zentrum der künstlerischen Auseinandersetzung und präsentiert, komponiert und spielt sie unterwegs. Das Fahrrad wird zum Medium für experimentelle Soundformate in Bewegung und als Inspiration für musikalische und performative Werke. Unterschiedliche Orte und Bezirke werden befahren und die Stadt selbst wird zur Bühne. Das Fahrrad ist Vehikel, Instrument und Akteure zugleich. In einem über mehrere Monate angelegten Programm finden Veranstaltungen performativer Konzerte am Fahrrad mit einem Fokus auf experimentelle elektronische und elektroakustische Musik statt. Die Konzerte finden entlang von Radstrecken, sehr oft auch in Außenbezirken der Stadt Wien statt, bei denen die Besucher*innen mit mobilen PA Lautsprecher ausgestattet werden. RAD Performance CITY OF NOISE macht dadurch den urbanen Raum der Stadt Wien auf neue Weise mit dem Fahrrad erfahrbar.

Start- und Endpunkte der Route bestimmen die Dauer der Komposition: Straßen und Bezirke werden ebenso Teil der Performance, wie auch die Orte zu denen sich das Publikum hinbewegt. Unterschiedliche musikalische und performative Konzepte werden im Rahmen CITY OF NOISE präsentiert: Eine Choreographie entsteht, die sich durch die wechselnden Positionen der Radfahrer*innen konsequent im Raum verändert, durch die Stadt bewegt und den Raum dynamisch integriert.

Das künstlerische Team bestehend aus Medienkünstlerin Conny Zenk, Radreigen-Expertin Petra Sturm und Komponistin Veronika Mayer transformiert Zeichnungen bzw. grafische Formationen zum Radreigen* in klangliche Partituren. *Radreigen war eine um die Jahrhundertwende populäre Radkulturform, in der Tanz-, Turn- und Paradeelemente mit dem Rad umgesetzt wurden. Ausgeübt wurde das Reigenfahren u.a. in Turnhallen oder auf Plätzen in ganz Wien. Originale Skizzen und Zeichnungen von Radreigenanordnungen werden auf ihre musikalischen Spielbarkeiten untersucht und sind das Ausgangsmaterial für eine grafische Notation. Im Projekt wird eine Übersetzung dieser Formationselemente in experimentelle und elektroakustische Musik versucht. Formale und lineare Strukturen wirken in die Musik ein und umgekehrt, als Transmissionsvehikel für diesen Prozess dient das Fahrrad. Das relationale Spiel mit Körpern, Formationen, Routen, Rädern und Musik ergibt eine eigene visuell-akustische Choreographie.

Im Rahmen des Artistic Research Pilot der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Unterstützt durch KÖR – Kunst im öffentlichen Raum und das BMKOES.

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