Skies and Seas

Skies and Seas beschreibt eine konzertante audio-visuelle Installation, in der Himmel und das Meer sich am Horizont treffen. Aus dem Rohmaterial von Webcam-Aufnahmen der antarktischen PALAOA Forschungsstation entstehen computergenerierte, digitale Räume. Mittels Überlagerung und kontinuierlichen Bewegungungen in der Animation wird eine Verdichtung erzeugt, die über die Bildkante hinweg auf den realen Raum verweist.

In den Zeitraffer-Aufnahmen der PALAOA Forschungsstation ist die fixe Einstellung auf das Schelfeis zu sehen. Am Hori- zont bewegen sich in der Ferne nahezu spielzeughaft anmutende Eisberge am Meer schwimmend nach links und rechts. Am Himmel ziehen in unterschiedlichen Richtungen und Geschwindigkeiten Wolken vorüber und werfen ihre Schatten auf die Eisfläche. Der Horzont wirkt als könnte er sich jeden Moment auflösen, die klare Linie verschwimmt und oben und unten tauschen ihre Plätze. In der audio-visuellen Installation werden Zeitraffer-Videos aus unterschiedlichen Monaten der An- tarktis, aufgenommen von der PALAOA Forschungsstation, verwendet. Dabei liegt der Fokus der Auswahl auf dem zeitlichen Zusammentreffen von Audio- und Video-Aufnahmen. Ein Wechselspiel von Bildern und Klängen, die zum einen ober der Eis- fläche und zum anderen darunter stattfinden. Der Versuch diese beiden Welten zusammenzuführen, den Horizont tatsächlich aufzulösen unsere Sinne und Wahrnehmung zu schärfen, für das Unbekannte, das Fremde und die unendliche Weite, wird zum Thema und visuellen Schwerpunkt in Skies and Seas.

Voyage of Discovery

Von Exoplanetensystemen bis in die Tiiefen des antarktischen Ozeans begeben sich Conny Zenk und Tanja Brüggemann in einen Sog des Unbekannten. Der Horizont wirkt als könnte er sich jeden Moment auflösen, die klare Linie verschwimmt – oben und unten tauschen ihre Plätze. Die Eisfläche des Planeten Erde wird zum Spiegel zwischen Weltall und antarktischer Unterwasserklangwelt. Nahtlos gehen Himmel und Erde ineinander über, den Horizont auflösend, um unsere Sinne und Wahrnehmung zu schärfen für das Unbekannte, das Fremde und die Weite unendlich anmutender Welten, die Wahrneh- mung des Raumes aufzulösen und jene des eigenen Körpers zu stimulieren.

Visions of Velocity

Conny Zenk und Tanja Brüggemann arbeiten eng zusammen an einem osmotischen Klang-, Bildprozess. Sie arbeiten zwischen den Genres und kreieren stets neue Kooperationen. Mit dem Pannonica Project von Gina Schwarz eine weitere besondere Variante im Bereich Jazz in der speziellen Location des Porgy & Bess.
Für Skies and Seas verwenden die Künstlerinnen originales Material der PALAOA Unterwasserhorchstation der Antarktis des AWI-Alfred Wegener Instituts Bremerhaven, sowie deren Webcam; Weiters modulierte Aufnahmen des KEPLER Wel- traumteleskops der NASA, welches seit 2009 nach extrasolaren Planetensystemen sucht.

In 7 Stufen nehmen die beiden Künstlerinnen das Publikum mit generativen visuellen Räumen, Perspektiven und Lichter- scheinungen, präparierten Klavierklängen, Wal- und Robbenvokalisationen, elektronischen Sounds und undefinierbaren Instrumentalklängen, in eine Expedition der beiden Welten. Ihre Werke sind durchflutet von feinst nuancierter Sensibilität und versetzen in kraftvolle tranceartige Zustände. Der Raum löst sich auf!

Mitwirkende MusikerInnen:Tanja Brüggemann: composition, piano
Gina Schwarz: bass
Lisa Hofmaninger: soprano saxophone, bass clarinet Lorenz Raab: trumpet, fluegelhorn
Florian Sighartner: violin
Judith Schwarz: drums 

Über gaffaa

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