REAL DEAL Festival

16. Juni 2016
PETER KUTIN x PATRICK LECHNER x CONNY ZENK

REAL DEAL FESTIVAL

Wenn das Soloset von Peter Kutin beginnt ist auch der Moment gekommen, in dem man aus seiner Komfortzone heraus tritt und die Gelassenheit außer Kraft gesetzt wird. Sound wird zur Körpererfahrung. Radikalität und Kompromisslosigkeit, sind Wörter, die einem in den Sinn kommen.

Seine Musik verschmilzt mit Lichtstrukturen die durch digitale Audio-Video Koppelungen von Patrik Lechner und Conny Zenk live-generiert werden.

Nur zwei automatisierte, herrenlose Trommeln an der Bühnenvorderkante bleiben während der Show konkret erkennbar und treiben uns durch den tranceartigen Sog den das immersive Set öffnet. Übrig bleibt eine ganzheitliche Erfahrung, die Wahrnehmung von Raum, Effekt, Klang und Licht. Eine Reduktion auf das Wesentliche im Werk entsteht.

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Möbius

Möbius – Eine Musikschleife
Toihaus Theater Produktion in Kooperation mit Conny Zenk (im Rahmen des INTERLAB Festivals 2016)

Die lange Betrachtung der Skulptur einer Möbiusschleife inmitten der alten Bibliothek des Stifts Melk brachte die Musikerin Gudrun Raber-Plaichinger auf den Gedanken, diese faszinierende Endlosschleife zu vertonen.
Mit digitalen und analogen Instrumenten überschreiten vier Musiker die Grenzen von Raum und Zeit, verwirbeln die Dimensionen. Und das Publikum mittendrin.

„Es gibt kein Oben, kein Unten, kein Vorwärts kein Rückwärts, keine Folge von Richtung, Standort, Zeit, Raum. Nur die Synthese aus absoluten Beziehungen zwischen Ereignissen und Personen schwebt wie eine ausgewogene Plastik im Kosmos.“ (László Moholy-Nagy, Sehen in Bewegung)

Fotos © Mark Daniel

Die Toihaus Theater Produktion in Kooperation mit Interlab als Festival-Eröffnungsproduktion wird ergänzt durch Conny Zenk, Medienkünstlerin und Performerin im Bereich der visuellen Musik. Sie arbeitet mit generativ produzierten, digitalen Räumen, welche sich in einer kontinuierlichen Bewegung überlagern und verdichten.

Idee / Konzept: Gudrun Raber-Plaichinger; Musik / Komposition: Matthias Leboucher (Raumakustik, Effekte), Yorgos Pervolarakis (E-Gitarre), Yoko Yagihara(Keyboard, Synthesizer), Gudrun Raber-Plaichinger (E-Violine); Visuelle Komposition / Lichtarchitektur: Conny Zenk; Raumkonzeption / Lichtidee: Florian MedicusFelix Strasser; Technik / Licht: Alexander Breitner, Benjamin Lageder; Künstlerische Begleitung: Myrto DimitriadouCornelia Böhnisch

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Selfie : Stadt

Workshop Selfie Stadt, TBA21

Sounds, Bilder und Programme sozialer Medien auf unseren Smartphones fungieren als Ausgangsmaterial künstlerischer Reflexion. Als transdisziplinäre, öffentliche Praxis, zielt sie darauf ab, im aktuellen Diskurs zu den Themen der Integration und Mediation demokratischer Werte durch künstlerische Mittel neue Impulse zu setzen.

Der Workshop ist Teil der Reihe „Shared Activities“ des Instituts für Social Design (Universität für angewandte Kunst, Wien) in Zusammenarbeit mit TBA21 und Green light.

TBA 21
Augarten – Wien
http://www.tba21.org/augarten

Workshop: Daniel Aschwanden / Conny Zenk

Fotos: Herwig Turk

INJECTION – über das nicht-kommunizierbare

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Tuesday, 24 May, 7 pm Dienstag, 24. Mai, 19 Uhr

Übergänge und Ränder des 3. Raums, ein Symposium  als transdisziplinäres  Labor und künstlerisches Werk …

Mit Daniel Aschwanden, Jack Hauser, Sabina Holzer, Anita Kaya, Brigitte Wilfing, Jorge Sanchez-Chiong, Satu Herrala, Boyan Manchev, Andreas Spiegl, Thomas Ballhausen, Mat Hurtl, Conny Zenk, Anton Tichawa, David Ender, Lisa Hinterreithner, Krõõt Juurak, Alex Bailey, StudentInnen Fokus Performance, die angewandte, Abt. KKP, Christian Hansen, M1+1, Sabine Maier, Michael Mastrototaro

In den vergangenen Jahrzehnten seit dem Aufkommen des Performancebegriffes in der Kunst wurde dieser von unterschiedlichster Seite, Musik, Tanz, Theater, bildende Kunst, neue Medien, Politik und Wirtschaft verwendet und für sich reklamiert. Gegenwärtig ist ein „performative turn“ in Museen und Galerien festzustellen. Performative Zugänge als Ausdrucksformen gehören zum Instrumentarium vieler KünstlerInnen.

War Performance aber nicht immer schon im Kunstfeld als ein 3. unabhängiger Raumpräsent, jenseits einzelner Disziplinen, die den Begriff zu vereinnahmen such(t)en? Das AIL wird zur Homebase einer intensiven Untersuchung, eines Nachdenkens und Dialoges der Wissens-und performativen Künste , inspiriert von THE GLORIOUS WEIRDNESS OF ART & COSMIC: LIVE und den teilnehmenden PerformerInnen. Ausgehend von den Örtlichkeiten des AIL finden performative Parcours in den öffentlichen Raum statt.

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visual still zur musik von lissie rettenwander / performance kollaboration mit lilly

 

 

selfie shamanism v2 – Kunming / China

 

selfie shamanism – UP-ON Performance Art Festival – Kunming, China

zoom in 放大 zoom out 缩小 scroll 滚动 touch 触摸 push 推 swipe 滑 shake 摇

The use of the smartphone despite producing images continuously displays similarities with a microphone, and the images generated are constantly evoking the comparison with a spooky practice of x-raying oneself, producing a stream x of data which again is read and visualised as an ever changing grid, accumulating to layers of noise devouring the image, it’s source.

v2 of selfie shamanism on a rooftop in Kunming / China.

line of mushroom mountain

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The „line“ of mushroom mountain

How is the body (re-)acting in a situation of being caught in realities between absence and simulation and his challenged analog presence?  Performer and Choreographer Daniel Aschwanden in collaboration with media artist Conny Zenk use practices like “the line“, consisting of a group of people lining up behind eachother, using their own smartphone to videorecord the mobile phones screen of the neigbour in front. The images could remain a contemporary reflection of media art of the 60ies and 70ies. The collective performance on a touristic observation platform on Mushroom mountain included the performers visiting the mountain together but also a group of chinese tourists, who spontaneously followed the call of the artists to join.

performative Intervention in the scope of UP-ON Performance Art Festival Kunming.

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mobil[e] migration – av/installation

Mobil[e] Migration – TQW Studios

audio-visuelle Installation : Mobil[e] Migration
Fr / Sa, 22. + 23. Mai 2016 // 16.00 – 21.00 // Tanzquartier Studios

in Zusammenarbeit mit Veronika Mayer und Daniel Aschwanden

Die audiovisuelle Installation mobil[e]_migration ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der aktuellen Thematik weltweiter Migration, im Fokus steht dabei das Smartphone als integraler Bestandteil der Erfahrung von Migration und Fluchtwegen.

Das audiovisuelle Material stammt von Interviews mit in Wien angekommenen MigrantInnen. Die Interviews wurden von uns in einem performativen Format mit klarer choreographischer Struktur geführt und verwenden bereits im Vorfeld erprobte Performance-Techniken im Umgang mit Smartphones. Daraus entwickelte sich eine Choreographie, bei der sowohl Interviewer als auch Interviewte als Performer und Beobachter agieren: nach vorgegebenen Strukturen bewegen sie sich mit dem Smartphone als Videokamera gemeinsam erzählend und filmend durch den Raum. Bewegungen, Gespräche, die Umgebung und ihre Geräusche werden simultan von allen Beteiligten mit Smartphones aufgezeichnet. Jeder Moment wird aus verschiedenen Blickwinkeln dokumentiert, jede Kameraeinstellung zeigt individuell Anderes. Es entsteht eine Situation, die bedrückend nah und persönlich sein kann, der Blick durch das Smartphone bietet aber auch Schutz.

Die so entstandenen Handyvideos, Sprachaufnahmen sowie gespeichertes Bild- und Tonmaterial, das uns MigrantInnen für mobil[e]_migration zur Verfügung gestellt haben, wird in der Installation künstlerisch bearbeitet. Abstrahiert mittels digitaler grafischer Layer und elektronischer Klangmodulation entsteht eine Überblendung von realen Geschichten, Videos und der Darstellung digitaler Datenflüsse in Form eigenständiger Porträts, die in ihrer Abfolge zu einem Ganzen werden. Jede Erzählung zele­briert eine öffentliche Anonymität, die durch die zeitliche Dehnung in Video und Sound zum eindring­lichen Moment intimer Aufmerksamkeit wird.

Die Interviews wurden in Wien in der Flüchtlingsunterkunft Vordere Zollamtsstraße (VoZo) mit MigrantInnen geführt, die 2015/16 dort lebten, sie dokumentieren deren temporären Wohn- und Lebensraum im VoZo.

mobil[e] migration

audio-visuelle Installation : Mobil[e] Migration
Fr / Sa, 22. + 23. Mai 2016 // 16.00 – 21.00 // Tanzquartier Studios
in Zusammenarbeit mit Veronika Mayer und Daniel Aschwanden

audio-visuelle Performance : Mobil[e] Migration
Fr 22. Mai 2016 // 19.00 // Tanzquartier Studios
in Zusammenarbeit mit Veronika Mayer und Daniel Aschwanden

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Durch die Begegnung mit Bildern aus den mobilen Archiven von Refugees und niedergelassener Wiener_innen wird einen Dialog mit unterschiedlichen Bewohner_innen der Stadt initiiert, der alle Beteiligten herausfordert und spielerisch Werte, Situationen und Einstellungen zwischen Ähnlichkeit und Differenz verhandelt. Im Performance- und Installationsformat Mobil[e] Migration von Daniel Aschwanden, Conny Zenk und Veronika Mayer sind Storytelling, performative Selbstdarstellungen, Tänze, Projektionen die medialen Elemente einer transdisziplinären Praxis, welche darauf abzielt, neue Impulse in aktuelle Diskurse um Themen der Integration einzubringen.

LINKS+INFOS:::

Danke für eure Unterstützung::: Rotes Kreuz VoZo ; seeLAB + mediaOpera ; displaced ;  Georg Hartl ; Britta Rotsch ; Stephan Trimmel ; Sarah Podbelsek ; Joana Zabielska ; Andrea Navarrete und alle Mitwirkenden und Bewohner_innen rund um das Cafe VoZo.